Persönliche Autonome Zonen
„My friend Holly taught me about personal autonomous zones and the importance of cultivating a secret life. Autonomous Zones are spaces free from the state or authority structures. In a personal context, they are spaces apart from obligation; free from profit motive, social media, duties, dishes, and any manner of the outside world. None of us are free from obligation, but we can still create pockets of secret fulfulment; zones where we need only be with ourselves and our imagination. Zones where doing nothing is as important as being productive. These are the quiet spaces that stoke renewal.“ – Kate StrathmannPersönliche Autonome Zonen als Zeiten, Räume, Puffer, in denen keine äußere Autorität gilt, für die geheimen Projekte, für das geheime innere Leben, für ein völlig schuldfreies Nichtstun, für ein völlig opulentes Allestun. Zonen, in denen nichts veröffentlicht werden kann, weil sie rein innerlich sind, sich bestimmte Fragen also gar nicht erst stellen.
Dafür kann ich in diesen Zonen andere Fragen stellen. Wer profitiert davon, zum Beispiel, oder: Wer hat mir diese Version der Welt vorgezeichnet, und sehe ich sie selber eigentlich auch wirklich so?
„Because if you don’t hide, at least a little bit, it’s hard to make something worth being found.“ – Austin KleonIch finde: Alle Menschen brauchen Persönliche Autonome Zonen, denn sie sind doch Voraussetzungen dafür, dass wir gut (besser) miteinander leben können, dass wir FANTASIE entwickeln können, um uns ein anderes gemeinsames Leben vorstellen zu können. Und sie sind Voraussetzung dafür, dass wir uns WIRKLICH ausruhen können, um bei uns zu sein, um Kraft zu haben.
Persönliche Autonome Zonen sind allerdings nicht einfach herzustellen. Sie müssen bewusst kultiviert und verteidigt werden und das braucht in sich schon Kraft und Zeit, zumindest ein bisschen von beidem.
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Eine Persönliche Autonome Zone als Ort, an dem wir uns uns selber komplett zumuten.
„Als Künstlerin ist das Politischste, was ich tun kann, den Kern meiner Arbeit zu beschützen. Mein Fühlenkönnen. Dass mich die Welt interessiert. – Anke StellingEine Persönliche Autonome Zone als Ort, an dem wir unser Fühlenkönnen beschützen.
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Tagebuch schreiben als PAZ.
Gedichte schreiben als PAZ.
Pausen machen als PAZ.
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Persönliche Autonome Zonen sind ein bisschen wie luzides Träumen, damit auch (produktive) Werkzeuge zum Aushalten der Realität. Die dann aber ein Verändern der Realität ermöglichen, weil wir ja so durchhalten und wieder aufwachen können.
siehe auch Selbstfürsorge ist Arbeit, Anarchismus und wir haben die Fantasie für mehr als das