GEDICHT
Den Wolken erlauben
mir die schwierigen Fragen zu stellen
nicht nur hübsche Bilder
für Veränderung zu sein
sondern mich zwingen zu erklären
wie ich mich auf die kommenden
Veränderungen vorbereite
wie ich mich auf ein Ende vorbereite
und auf noch eins
und noch eins
usw
BERICHT
Dieser Brief ist, wie viele Briefe, ein Beutel, und er enthält nicht nur die Fragen nach den Enden, sondern auch Weitermachenergie und Neuanfangsenergie.
Ich habe diese Woche mit Kathrin die Schreibwochen für kommendes Jahr geplant, und irgendwie war ich dann auf einmal in der kompletten Jahresplanung drin, habe spontan und nebenbei, mitten im Trubel, über ein paar Tage hinweg ein bisschen zurück geschaut und viel voraus geschaut.
Es fehlen noch ein paar Details, aber eigentlich steht meine Skizze, und ich staune, wie leichtfüßig ich das dieses Jahr mache, kein tiefes Seelenschürfen, kein intensiver, strukturierter Rückblick, mit dem ich sonst oft versuchte, jeden Fitzel Information und Erkenntnis aus dem beinah abgeschlossenen Jahr zu pressen; dieses Jahr fühlt es sich gut an, mir einfach einen kurzen Überblick zu verschaffen, was war, und dann zu fühlen und zu schauen, was jetzt dran ist.
Eigentlich steht auch keine Jahresskizze, sondern es steht mein Lernplan. Denn seit zwei Jahren setze ich mir kaum noch Ergebnisziele, sondern ich orientiere mich daran, was ich im kommenden Jahr lernen will.
Und oh! was für eine Freude diese Umkehrung ist.
(Falls dich der Jahres-Lernplan auch anlacht, so mache ich es dieses Jahr, es ist jedes Mal ein bisschen anders: Ich schaue, in welchen fünf, sechs „Fächern“ ich mich unterrichten (lassen) will. Dann notiere ich mir jeweils, was ich bis Ende des Jahres in diesem Fach gelernt haben will. Dann breche ich das auf vier konkrete Fragen herunter, pro Quartal eine, und überlege dann, welche Experimente mir vermutlich helfen werden, auf diese Fragen Antworten zu finden.)
(Dieser Lernplan-Erstellungs-Prozess kann natürlich manchmal ganz viel Zeit brauchen, aber er darf auch ganz schnell und leichtfüßig passieren.)
Ah ja, und ein Motto habe ich auch schon, manchmal braucht man ein Motto für ein Jahr, manchmal nicht, manchmal ein sehr festes, manchmal eins, das zum Improvisieren einlädt, eine Liedzeile war es letztes Jahr, dieses Mal sind es die Wolkenhände.
EXPERIMENTE
SCHREIBWOCHEN
Die Schreibwochen sind grundsätzlich eh immer Experimente, oder eher: Utopien im gemeinsamen Arbeiten, Schreiben, Leben.
Diese Jahr werden sie auch formell noch etwas experimenteller, Kathrin und ich wollen sie noch mehr den jeweiligen Jahreszeiten anpassen, in denen sie stattfinden, und noch mehr Fokus auf Zugänglichkeit legen. Zum Beispiel soll die Sommerschreibwoche im Juli besonders entspannt werden, eine Art Schreiburlaub, und sie wird Möglichkeiten enthalten, auch gemeinsam mit Kindern teilzunehmen.
Außerdem ergänzen wir unsere gut erprobten Gruppenformate im kommenden Jahr mit persönlichen Einzelgesprächen für alle, eine Art Mini-Mentorat für ganz individuelle Rückmeldungen und um gemeinsam einen personalisierten Plan fürs Weiterschreiben zu erstellen.
SCHREIBTAGE UMSTELLUNG
Mit den Schreibtagen experimentieren wir auch ein bisschen: Voraussichtlich ab Februar werden wir das Konzept so anpassen, dass es wirklich vor allem um ein gemeinsames Schreiben geht. Sprich auch Kathrin und ich werden an dem Tag an unseren eigenen Texten schreiben und somit in den Werkelzeiten nicht mehr für Feedback und Fragen zur Verfügung stehen (in der Feedbackwerkstatt aber natürlich schon!).
Dafür wird der Schreibtag deutlich günstiger werden und damit hoffentlich auch nochmal zugänglicher für alle, die mehr schreiben wollen.
Der nächste Termin am 16. Januar wird noch ganz regulär stattfinden (also mit der Möglichkeit, uns den ganzen Tag über in den Werkelzeiten Fragen zu stellen).
BEGLEITUNG IN DIE SICHTBARKEITEN
Dieses Experiment erwächst ein bisschen aus dem (Un-)sichtbarkeitstag, und es gab die Idee auch schon eine Weile in mir: Ich will eine Gruppe von Menschen drei Monate lang dabei begleiten, konkret, spielerisch und freudvoll Fragen zu ihren Sichtbarkeiten zu erforschen.
Zum Beispiel:
- Wie schaffe ich in mir selber, für mich, Sichtbarkeit für die Themen und Fragen, die mir wirklich wichtig sind? Wie recherchiere ich, wie lese ich, wie notiere ich, wie verarbeite ich? Welchen Raum gebe ich meiner Neugier und meinen Interessen?
- Welche Veröffentlichungsorte habe ich bereits? Welche hätte ich gerne? (Websites, Newsletter, Briefe, soziale Medien, aber auch analoge Medien, Gruppenräume, Zines, Sticker, Plakate, eine Stickerei auf dem Rucksack, eine Fahne am Fenster …) Wie will ich diese Orte bespielen?
- Wer bestimmt über mein Bild im Außen? Wie erobere ich es mir wieder zurück? Wie will ich gesehen werden und wie finde ich das heraus und wie gestalte ich Abbildungen von mir?
Das wird passieren mit regelmäßigem Austausch, online Workshops, Briefen per Post, Abenteuerspaziergängen, Bildimpulsen von Julia … (Von der übrigens die Formulierung stammt mit den zurück zu erobernden Bildern von sich.)
Das hier erstmal als kleiner Teaser und um dir den Zeitraum schon mal anzukündigen: von April bis Juni. Mehr dazu bald. Schreibe mir gerne bereits, wenn du ein Interesse daran hast!
Alternativ zu den Kleingruppen werde ich diese Begleitung auch als Einzelformat anbieten, auch dazu bald mehr und melde dich auch dazu gerne schon, falls du spürst, dass das was sein könnte für dich.
EINLADUNGEN
SCHREIB & SCHNACKNACHMITTAG - 17. Dezember, 14 bis 15:30 Uhr
Ein kostenloser online Schreib- und Schnacknachmittag zum Austauschen und Kennenlernen, mit Mini-Lyrik-Workshop-Impuls.
SCHREIBTAG - Freitag, 16. Januar, 9 bis 17:30 Uhr
Ein gemeinschaftlicher online Arbeitstag zum fokussierten Schreiben und Besprechen deiner Schreibprojekte; gemeinsam mit Kathrin Bach. Mit gemeinsamen Hirnschwapps, Feedbackwerkstatt am Nachmittag und viel Zeit für dich und deine Texte.
EINZELBEGLEITUNG Falls du punktuelle Unterstüzung und Begleitung für deine Schreib- und Sortierprozesse suchst (super gerne auch für die Erstellung deines Lernplans für das kommende Jahr!) oder für Konzept und Umsetzung deiner Website oder deines Newsletters, kannst du einzelne Stunden mit mir buchen. Freie Termine spontan diese Woche und dann wieder ab Mitte Januar, mehr Informationen hier.
FEEDBACK & SCHWUNG WOCHE Persönliche Rückmeldungen, Motivation und praktische Unterstützung für dein Projekt, zum Beispiel dein Newsletter, deine Website, dein Manuskript, deine Bewerbung. Freie Termine ab Mitte Januar, mehr Informationen hier.
INDIVIDUELLE WEBSITE ERSTELLUNG Ich baue, gestalte und befülle an einem Tag eine Website für dich, die du danach selbständig weiter bearbeiten kannst. Freie Termine ab Mitte Januar, mehr Informationen hier.
FABRIK (Ein neu entstandener Schnipsel aus meinem Text mit dem Arbeitstitel „Die Fabrik“)
stell dir vor
was
stell dir vor die welt drückt sich in dir ab
stell dir vor
was
stell dir vor du bist bereit dich der welt
hinzugeben
VERFLECHTUNGEN
und dann ging ich raus und spazieren und fand die schönste leiter meines lebens
