GEDICHT
zur birke gegangen
ihre unversertheit gespürt
mit allen abgeknickten ästen
die sie hat
zur birke gegangen
ihre unversertheit gespürt
mit allen ästen die ihr
abgeknickt wurden
BERICHT
Seit einer Weile streikt die Kamera an meinem Handy. Ich will etwas fotografieren, und der Bildschirm friert ein, und ich kann höchstens noch einen Screenshot machen.

Die einzige Kamera, die funktioniert, ist die Selfie-Kamera. Also muss ich jetzt entweder mich mit etwas fotografieren, oder das Handy umdrehen und versuchen, ohne zu sehen, was ich da tue, abzubilden, was ich abbilden wollte.
Was zu lustigen Ergebnissen führt. Die erinnern mich an die Fotos, die Freund:innen von mir auf ihren Telefonen entdecken, wenn ihre Kinder sich unbemerkt das Handy geschnappt hatten und damit fotografieren waren.

Ich weiß noch nicht ganz genau, was mir das über meine eigenen Sichtbarkeitsfragen sagen will, oder zu was dieses unfreiwillige Experiment gerade gut ist, aber ich lehne mich ein bisschen hinein. Ich habe die Kamera noch nicht gleich ersetzt, ich lebe eine Weile mit dieser kreativen Einschränkung und schaue, was dabei noch auftaucht.
EXPERIMENTE
Updates aus den Experimenten zu meinen Lernbereichen:
Kunstarbeit
Weiter mit der Mundharmonika improvisiert, das scheint gerade auch ein kreativer Ort zu sein.
Brotarbeit
Ein wiederholtes Festhalten und Loslassen und Kreiseln mit der Schreibwoche (siehe weiter unten). Und ein Workshop mit ganz vielen Teilnehmenden, der mich selber daran erinnert hat, wie wichtig es ist, immer wieder die Basics zu benennen, immer wieder zu benennen, wie wichtig die Orientierung zur Freude ist und dass keine Website und kein Newsletter perfekt sein müssen (allein schon, weil es mehr Spaß macht, wenn sie sein dürfen, was sie sein wollen).
EINLADUNGEN
FORSCHUNGSGRUPPE SICHTBARKEIT – April bis Juni
Julia, die die Forschungsgruppe als Dokumentarfotografin mitgestalten wird, hat mir geschrieben, was sie sich von diesem Raum wünscht:
„Meine Bereitschaft zur Sichtbarkeit hängt stark vom Vertrauen zur Empfängerperson ab und hat damit viel mit meinen Erfahrungen zu tun, meinen (Vor-)Urteilen und meinen Ängsten. Wenn ich mich an die Erstellung meiner Website erinnere, die ich in einem 5-wöchigen Kurs bei Ricardas erdacht und erfühlt habe, dann war es der Raum und die Gruppe, das vorsichtige Tasten, das Spielen, Mich-ausprobieren, hilfreiches Feedback und das Mitbegleiten von Prozessen anderer, die dieses Vertrauen in mir haben wachsen lassen.
Ich wünsche mir, dass die Forschungsgruppe Sichtbarkeit zu einer Art Gewächshaus wird, wo wir uns, vor Wind und Regen geschützt, spielerisch mit Sichtbarkeit beschäftigen können um dann mit gestärkten Wurzeln und genährt der Welt einen Vertrauensvorschuss in Form unserer eigenen Formen der Sichtbarkeiten schenken können. Ich freue mich sehr aufs Forschen und Wachsen.“
Ich mag so sehr das Wort Vertrauensvorschuss – weil es beschreibt, was Sichtbarkeit bedeuten kann: nicht Perfektion, nicht Kontrolle, sondern ein Schritt in eine Richtung, die noch nicht fertig ist.
Und ich werde gerade immer wieder gefragt, wie das mit dieser Gruppe eigentlich konkret aussieht, wie verbindlich, wie flexibel, was passiert wann. Also hier ein Versuch, das etwas greifbarer zu machen!
- Drei Monate sind absichtlich lang gewählt, weil es für Sichtbarkeitsfragen aus meiner Sicht keine schnelle Lösung gibt. Es geht in dieser Gruppe also vor allem darum, regelmäßig dranzubleiben, immer wieder einzuchecken, immer wieder etwas Kleines auszuprbieren. Kein Sprint, sondern eine lange Wanderung, mit Luft zum Atmen und Pausen an schönen Orten.
- Ich „treibe“ dich nicht durch diese Zeit, du fließt selber, mit allem, was in deinem Leben gerade sonst noch fließt, und ich schaffe Bojen, an denen du regelmäßig innehalten und dich wieder sammeln kannst Es gibt jeden Freitag einen wöchentlichen Anker, an dem du kurz einchecken kannst – egal wie viel oder wenig in der Woche bei dir sichtbarkeitsmäßig passiert ist, sondern als Erinnerung an dich, dass das ein Thema ist, das dir wichtig ist.
- Es gibt pro Monat je eine Bild- und eine Textwerkstatt, also ein live Treffen auf Zoom für Feedback und Austausch zu all deinen konkreten Fragen und Ideen zu Texten oder Fotos. (Das kann aber auch jederzeit im Forum passieren.)
- Es gibt jede Woche zwei Mal drei Stunden Co-Working-Zeiten, falls dir gemeinsames stilles Arbeiten hilft, einmal nachmittags und einmal vormittags.
- Es gibt ein Forum, das so angelegt ist, dass du es jederzeit betreten kannst, wenn du Lust auf Input und Austausch hast, und das du einfach ignorieren kannst, wenn du gerade mehr Rückzug brauchst.
- Es gibt insgesamt drei konzentrierte Inputs in Form von Workshops – die kannst du live mitmachen oder später nachschauen, und so oder so im Forum darüber sprechen.
Was es nicht gibt: Hausaufgaben. Dinge, die du aufholen müsstest. Druck, jede Woche sichtbar präsent zu sein.
Die Forschungsgruppe ist fast komplett, es gibt gerade noch genau einen freien Platz. Falls das Ganze hier für dich ein Thema ist: Schreib mir einfach eine kurze Mail! Alle Details zur Gruppe – Rahmen, Formate, Preismodell mit Ratenzahlung und Stipendiumsplätzen – findest du hier auf der Seite zur Forschungsgruppe.
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SCHREIBTAG – 24. April, 9 bis 17:30 Uhr
Ein gemeinschaftlicher online Arbeitstag zum fokussierten Schreiben und Besprechen unserer Schreibprojekte, zusammen mit Kathrin Bach. Mit gemeinsamen Hirnschwapps, Feedbackwerkstatt am Nachmittag und viel Raum für dich und deine Texte.
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SCHREIBI-TREFF – 29. April, 14 bis 15:30 Uhr
Unser kostenloses monatliches online Treffen zum Austauschen mit anderen Schreibenden und Selbständigen; mit Mini-Lyrik-Workshop-Impuls von Kathrin und mir zu Beginn.
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Die Schreibwoche im April mussten wir leider absagen, weil sich bisher zu wenig Menschen angemeldet haben und ohne eine gewisse Gruppengröße macht dieses Format ja nicht so richtig Sinn. Wir hoffen auf die weiteren Schreibwochen im Juli und November – und Kathrin wird ihren Workshop zum Schreiben mit Erinnerungen trotzdem am 26. April halten!
Ansonsten gibt es laufend die Option auf eine Feedback & Schwung Wochen mit mir, in denen du mit mir an deinen Texten, deiner Website oder deinem Newsletter arbeiten kannst, oder du lässt dir von mir deine neue Website bauen.
FABRIKNOTIZEN
Keine neuen Notizen im digitalen Garten
VERFLECHTUNGEN
Birke, also eine Person Birke, picknickt in meinem Beitrag zur Anthologie Fee Nummer 13 versehentlich an einem Picknicktisch, an dem eine Mitarbeitersommerfeier stattfindet. Hier ist ein Auszug daraus:
alle Mitarbeiter:innen schauten zey fragend an
als sie kamen mit ihrer Vielzahl an Tuppern
Fleisch Salat Fleisch Salat Fleisch Salat
Alexis Caro Franz Petra Jochen Julia
Tom Klara Enis Tine Max Mercedes
aber zey bewegte sich nicht
zey fauchte bin fei eher da gewesen
also aßen und feierten sie um zey herum
zey wiederum hieß auch Wolf
zeyre Mutter riet Wölfchen immer
nimm halt ein paar Nüsse mit
dann überlebste schon